Expedition zur Identität des eigenen Lebens.

(Zurück zum eigenen "ICH

 

 

Expedition

zur Identität

des eigenen Lebens

von

Georg Goetiaris

2009

 

© Dieses Buch und dessen Inhalt sowie der inhaltliche Sinn ist einzig das geistige Eigentum von dem Autor

und Verfasser Georg Goetiaris. Es ist nicht gestattet, den Inhalt dieses Buches oder auch nur einen Teil davon, ohne die

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Expedition zur Identität

des eigenen Lebens

 (Zurück zum eigenen "ICH")

* * * * *  

Es war einmal vor sehr langer Zeit.

Sie irren sich, auch wenn Sie diesen Teil für den Beginn eines Märchens halten, so entspricht er doch einer wahren Geschichte, so wie sie das Leben geschrieben hat.

Als der Mensch in der Erdgeschichte seinen Platz einnahm, war er noch mit allem, was er zum Überleben benötigte, von der Natur her ausgestattet. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, schließlich hat sie ihn im Laufe der Evolution selbst hervorgebracht. So lebte der Mensch über tausende von Jahren mit all seinen Fähigkeiten, und er lebte gut und im Sinne der Natur und ihren Gesetzmäßigkeiten. So waren ihm auch Krankheiten oder andere Störungen seines Daseins so gut wie fremd.

Doch mit der Zeit vermehrte sich der Mensch immer schneller. Hatte er doch den Tieren eines voraus. Ihm war ein wesentliches Werkzeug bereits angeboren. Es waren seine Hände. Dieses Werkzeug lernte er sehr schnell zu benutzen. Nicht nur dass, er erschuf damit immer neue Werkzeuge und weitere Errungenschaften, welche ihn den Tieren gegenüber weit überlegen machte. So stand einer relativ unkontrollierten Vermehrung des Menschen nichts mehr im Weg, was wirklich von Bedeutung gewesen wäre.

Eigentlich begann hier bereits schon die Verkümmerung seiner, von der Natur aus eingegebenen Fähigkeiten. Durch seine starke Vermehrung wurde die Nahrung für den Menschen knapp. Er musste sich also auf die Wanderung nach neuen Nahrungsquellen begeben. Dies war jedoch nicht so ganz ungefährlich. Seine Nachkommen wollte er auch nicht zurücklassen. So rottete er sich anfangs zu größeren Familien bis hin zu ganzen Stämmen zusammen. An jener Zeitschwelle war der menschlich soziale Zusammenhalt und dessen Bedeutung geboren. Noch waren die Territorien der Stämme groß genug um die Stämme, welche aus Jägern und Sammlern bestanden zu ernähren und die soziale Gesellschaft funktionierte in ihrem Zusammenhang gut. Aber die Zeit und die Veränderung von Klima, Bodenbeschaffenheiten und letztlich die ständig steigende Vermehrung des Menschen, sowie die zunehmende Nahrungsknappheit an bestimmten Orten, veränderten auch den Menschen selbst. Hinzu kommt die Tatsache, dass genau jener Mensch zum besitzergreifenden Wesen wurde, welches allen anderen, bedingt durch seine Errungenschaften, weit überlegen war.

Es mag weitere viele tausende von Jahren gedauert haben, als der Mensch wieder sesshaft wurde. Aus den ursprünglichen Stämmen wurden Völker. Jedes dieser Völker hatte seine eigene Kultur entwickelt und dazu eine sehr strenge soziale Rangordnung die für diese überlebensnotwendig war, welche schon damals teilweise durch bestimmte Gesetze gesichert wurden. Ein Verstoß gegen solche Gesetze hatte nicht selten den Ausschluss des Menschen von seinem Dorf oder Volk zur Folge, was einem Todesurteil gleich kam. Der Mensch als eigenständige Kreatur musste sich der Masse unterordnen.

Irgendwann in dieser Zeitepoche des Menschen müssen sich jene Eigenschaften wie Neid, Hass, Habgier usw. entwickelt haben. Dabei wurden die eigentlich einst angeborenen, instinktiven Eigenschaften immer weiter verdrängt. Die Angst selbst nicht genug für sich und seine Familie zu haben traten in den Vordergrund seines Denkens. Damit war in unserer hier beschriebenen Kurzgeschichte das Zeitalter der Kriege und der Not geboren. Noch immer waren es die Hände des Menschen, welche mit ihrer Fertigkeit durch den Bau von Werkzeugen und jetzt auch Waffen über Sieg und Niederlage entschieden.  Die gegenseitige Jagt von Mensch auf Mensch wurde zur Hauptaufgabe. Auch der Einfallsreichtum der Vernichtungsinstrumente wurde reichhaltiger und immer größer. Im gleichen Zuge wurde jedoch die Hemmschwelle des Menschen, seiner eigenen Gattung gegenüber geringer. Hinzu kam noch der Glaube an die verschiedensten Götter und Gottheiten, wobei ein jeder seinen Glauben und Gott für den einzig richtigen und wahren hielt. Die Religion trat auf die Bühne der Schöpfung. Hierbei mag die eigentliche Unwissenheit des Menschen über Geschehnisse, welche er sich nicht erklären konnte einen wesentlichen Ausschlag dazu beigetragen haben. Krieg und Sieg waren somit religiöser Natur und damit die Entscheidung der Götter. Kein Mensch fühlte sich also mehr verantwortlich für all das Geschehen, welches er verursachte und sich damit sich gegen die Natur und ihr Werk richtete.

Den Rest sollte eigentlich jeder von uns, zumindest aus dem Geschichtsunterricht kennen oder sich denken können, da die Erklärung hierfür auf der Hand liegt.

Mit dem Menschen ist die Natur aus dem Gleichgewicht geraten. Es ist aber weder die Natur noch der Mensch selbst daran schuld. Wenn wir davon ausgehen, dass es nicht unbedingt zum Plan der Natur gehört was hier geschehen ist und geschieht, so können wir nur den Umständen die Schuld für das Geschehen zuweisen. Dann waren es die Umstände welche zu diesem Ergebnis führten.

Was ist aber heute aus unserer Welt geworden? Sie wird vom Menschen überflutet und gestaltet. Die Auswirkungen sind sehr deutlich erkennbar:

Kriege in ihrer grausamsten Form über den gesamten Erdball verteilt, Hunger in gleichem Ausmaß, und Krankheiten sowie Seuchen, welche Mensch sowohl auch Tier dahinraffen. Jetzt erst merken wir, dass wir einen Kampf gegen unsere eigene Schöpfung, der Natur führen. Einen Kampf den wir niemals gewinnen können. Aber noch immer verschießen wir unsere Augen vor der Wahrheit. Selbst mit allen Errungenschaften der Wissenschaft sind wir dem Untergang geweiht. Bedenken wir doch, woher kommen wohl diese wissenschaftlichen Errungenschaften? Sie kommen aus jener Erbsubstanz die auch den Menschen selbst und seine Eigenarten hervorgebracht hat. Waren es nicht bereits anfangs jene Errungenschaften, die ein solches Chaos erst einmal möglich gemacht haben?

Unsere heutige Medizin wird bereits in spätestens 50 Jahren nichts mehr wert sein. Unsere Mittel die wir glaubten zu haben werden erschöpft sein oder sich gegen uns wenden. Seuchen und Krankheiten von ungeahnten Ausmaßen werden unseren Planeten überziehen. Dabei wird die Welt oder besser gesagt unser Planet nicht untergehen. Die Natur wird ein neues Zeitalter und damit eine neue Spezis einleiten.

Dennoch sollten wir bei der ganzen Vorgeschichte, mit der wir uns gerade im Schnelldurchlauf beschäftigt haben berücksichtigen, dass sich das Leben nicht nur auf unserem Planeten abspielt. Das gesamte Universum, und wahrscheinlich noch weit darüber hinaus, bedeutet Leben. Alles ist von dieser geheimnisvollen Kraft durchflutet. Wir brauchen jedoch nicht immer im Großen, im Makrokosmos, nach der Wahrheit und ihren Erklärungen sowie Antworten zu suchen. Alles wiederholt sich stets, vom Kleinsten bis hin zum Größten. So liegt die ganze Wahrheit nicht nur direkt vor unseren Füssen, sie ist auch in der kleinsten unserer Zellen enthalten, soweit diese Zelle das Kleinste ist, was ich jedoch bezweifle. Selbst ein Atom kann ein gesamtes Universum in sich darstellen.

Wenn also der Schlüssel zu allen Antworten, zu jeder Erkenntnis, kurz, zum Geheimnis des Lebens in einen jeden von uns liegt, welch größeres, geheimnisvolleres Abenteuer gäbe es dann, als jenen Schlüssel in uns zu finden.

Eine Expedition zur Identität des eigenen "Ich’s" und somit zum Geheimnis des Lebens.

Ein Abenteuer welches nur einen geringen Aufwand und so gut wie keine Zeit kostet, unser Leben aber total verändert und unsere Perspektiven unendlich erweitern kann.

 

Die Selbsterkenntnis um den Sinn und Zweck meines Lebens im ewigen Kreislauf der Natur und deren pulsierende Gesetzmässigkeit

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Wenn in jeder Kreatur, in jedem Ding, ganz gleich ob groß oder klein, sich ein in sich geschlossener gesamter Kosmos befindet, welcher seine Kraft aus der Symbiose der Gesamtheit sowie deren Zusammenwirken und somit aus sich selbst schöpft, dann bestimmt das Individuum, die Kreatur, das Ding den Ablauf der Geschehen sowie die Geschehen wiederum den Ablauf der Kreaturen, Individuen und Dinge bestimmen. Es schöpft und schafft aus sich selbst. Ein perfekter Kreislauf der ständigen Wiederholung von und in sich selbst.

Wenn dem so ist, und daran besteht meines achtens kein Zweifel, so finden wir den Schlüssel zu allen Antworten welche das Leben in sich birgt, in uns selbst. Wir müssen dazu nur zurück zu dem Punkt an dem der Mensch noch unbeeinflusst von allen späteren Entwicklungsformen war, also zu unseren Wurzeln. Zum Zeitpunkt seiner Entstehung. Alle Informationen tragen wir noch in uns, wir brauchen nur den Weg dorthin zu finden. Sicherlich wird der eine oder andere von Ihnen jetzt fragen was ihm diese Erkenntnis bringen würde. Nun, die Antwort hierauf ist mehr als eindeutig.

Selbst aus medizinischer Sicht, aus der Betrachtung der sogenannten Schulwissenschaften ist uns bekannt, dass in unserem Körper ein ständiger Krieg der Gegensätzlichkeiten tobt. Ein Zustand, von dem wir allerdings nur sehr selten etwas mitbekommen. So ist unser Körper pausenlos damit beschäftigt, Krankheitserreger durch das körpereigene Immunsystem abzuwehren. Wie in einer riesigen Datenbank alle Geschehnisse abzuspeichern um Gefahren bereits im Vorfeld zu erkennen und diesbezüglich zu reagieren. Der menschliche Körper besitzt seine eigene Energieerzeugungsvorrichtung. Eine unglaublich zuverlässige Entgiftungsanstalt. Wollte man eine menschliche Leber als chemische Fabrik nachbauen, so würde diese die Größe einer kleineren Kleinstadt besitzen. Zudem hat unser Körper eine Vielzahl an Absicherungen und Frühwarnsysteme. Wir besitzen eigene sehr ausgeklügelte Reinigungssysteme und eine Anlage zum Recyceln, die wohl alle Grenzen des Herkömmlichen sprengt. Des Weiteren besitzen wir die Möglichkeit des selbständigen Reparierens und eine Vorrichtung zur ständigen Erneuerung von körpereigenen Werkstoffen. Wir könnten noch unbegrenzt weiter fortfahren in diesen Ausführungen, nur würden wir damit jeden hier möglichen Rahmen sprengen. Dabei handelt es sich bis jetzt nur um die physikalischen Eigenschaften.

Betrachten wir die psychischen Eigenschaften und Veranlagungen (diese steuern zudem unsere physikalischen Eigenschaften in ihrem gesamten Umfang), so würden wir wahrscheinlich eine Vollkommenheit entdecken, die man mit dem vergleichen könnte, was wir als Göttlich bezeichnen würden. So werde ich hier und jetzt erst gar nicht den Versuch unternehmen, auch nur einen bescheidenen Teil jener wunderbaren Eigenschaften und Gegebenheiten aufzuzählen. Wahrscheinlich würde diese Aufzählung niemals enden.

Da es ohnehin unmöglich erscheint das Wunder unserer Kreatur weiter zu beschreiben, möchte ich mich wieder auf das Wesentliche beziehen.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Wissen ist allein schon die Möglichkeit der Selbstheilung. Einen mechanischen Schutz der uns angeboren ist. Sollte diese Möglichkeit des eigenen Universums in sich und der Zugriff auf dieses sich bestätigen, würde dies bedeuten, dass wir so gut wie keine Krankheit mehr zu fürchten hätten. Krankheiten, welche heute noch der Schulmedizin scheinbar unlösbare Rätsel aufgeben, würden der Vergangenheit angehören. Diese benötigten unter Umständen nicht einmal mehr eine Behandlung, da diese entweder gar nicht erst auftreten würden oder von uns selbst, unterbewusst beseitigt würden. Wir könnten im wahrsten Sinne des Wortes über uns selbst bewusst und unterbewusst bestimmen und auch herrschen.

 Aber nicht nur in unserem eigenen Universum würde eine große Harmonie einkehren, im Sinne der gesamten Symbiose untereinander der verschiedensten Universen sowohl auch der gleichen, wären ein natürliches, von der Natur bestimmtes Gleichgewicht gewährleistet.

Kriege und Konflikte würden der Vergangenheit angehören und wären in der Zukunft undenkbar. Eine Welt ohne Angst, Krankheit, Hunger, Not und Verbrechen würde für uns selbstverständlich sein. Wir könnten unseres eigenen Glückes Schmied sein.

 Ist es nicht der Mensch, der bedingt durch sein ständiges, Eingreifendes Verhalten erstmals dieses Chaos verursacht hat? Indem er die Welt, so wie seinen eigenen Garten, gestalten und pflegen zu müssen glaubt, erschafft er genau das Gegenteil von dem was er eigentlich beabsichtigt hat. Der Mensch ist nun einmal ein Teil der Natur und nicht ihr Schöpfer oder Behüter, obwohl er sich doch sehr stark nach diesem Muster orientiert. Bleibt jedoch letztlich die Frage offen, wenn der Mensch in der Vorhersehung so erschaffen wurde wie er ist, sollte dann vielleicht sein Verhalten gewollt sein? Doch wenn dem so ist, wozu soll dieses dann dienlich sein?

Diese Frage lässt sich wohl nicht so einfach beantworten, da wir als Menschen diese stets aus unserer Perspektive betrachten. Da wir auf unser eigenes Wohl bedacht sind, wird es uns sehr schwer fallen einen höheren Sinn, welcher nichts mit unserem eigenen Wohl gemein hat, zu akzeptieren.

Doch wenn wir als Mensch, aus unserer Sicht, für das Menschliche Leben, warum vernichten wir uns dann gegenseitig? Warum zerstören wir Wissens die Welt in und von der wir leben?

Wie wir sehen ist es nicht so leicht wie wir anfangs glaubten die Fragen beantworten zu können. Es folgt hier ein Widerspruch dem anderen. Und doch ist tief in unserem innersten Unterbewusstsein der Schlüssel auf all diese Fragen und damit das Geheimnis der Antwort verborgen.

 

Das Verstehen

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    In diesem Teil geht es um das Verstehen. Sicherlich werden Sie jetzt denken, dass dies doch mit ein wenig Informationen und logischem Denken nicht so schwer sein kann die Dinge zu verstehen, zumal wir ja sozusagen mittendrin leben.

Ich kann Ihnen hierzu nur sagen, Sie werden sich noch wundern wie schwer es sein wird auch nur einen geringen Teil zu verstehen.

Um zu verstehen müssen wir die Dinge, ihre Zusammenhänge sowie ihre Auswirkung in der Gesamtheit betrachten. Um dieser Betrachtungsweise ein eindeutiges und verständliches Bild zu verleihen, müssen wir diese Betrachtung vollkommen unvoreingenommen und neutral durchführen. Dies kann uns aber nur gelingen, wenn wir das Gesamte wie von außen anschauen. Doch welchen Standpunkt in welcher Dimension sollen wir dafür einnehmen? Können wir überhaupt vollkommen neutral in einem Umfeld sein, welches uns unbekannt ist? Und selbst wenn wir diese Frage bejahen könnten, wie gelangen wir in jenes Umfeld? Was und wo ist dies? Nichts als Fragen, wo wir doch eine so klare und einfache Vorstellung hatten.

Die Tatsache hierfür ist die Unwissenheit unseres eigenen Standpunktes. Wo Stehen wir in diesem Universum? Welche Größe oder welchen Stellenwert nehmen wir ein?

Wer das ganz große verstehen will, der muss das ganz kleine bereifen. Um etwas aber begreifen zu können, ich es erst ergründen. Um es kurz auf den Punkt zu bringen, die Frage lautet: Wo fängt das kleinste an?

Könnten wir uns vorstellen, dass sich im Organismus eines Bakteriums ein Bakterium einnisten kann, welches sich wie sein großes Vorbild vermehrt und somit das Bakterium krank macht? Wenn Ihre Antwort auf diese Frage ein „JA“ wäre, würde als nächstes die Frage auftauchen: Könnte, wenn man sich diesen Vorgang um ein Vielfaches nachvollziehen kann, man sich vorstellen, dass sich im letzten der kleinen Bakterien, was man eventuell nachweisen könnte, ein gesamter in sich geschlossener Kosmos befindet, indem sich alles unendlich wiederholt? Diese Frage lässt sich aber auch in der anderen Richtung auslegen. Es bleibt sogar die Frage, ob dieses Große und Kleine nicht auch nur ein Teil von einem gewissen Etwas sind welches dann logischer Weise noch Größer oder insgesamt betrachtet, kleiner sein müsste. Was uns zu der Frage führt: Wie weit (in beide Richtungen gesehen) lässt sich dieses Muster weiterspinnen?

Also, was ist wohl das Größte und was das Kleinste, und wo stehen wir in diesem Maß?

 Wer jetzt allerdings denkt, der Kopfschmerzen sei genug getan und wir haben das Prinzip begriffen, der irrt gewaltig. Selbst wenn es uns gelingen würde diese Größenverhältnisse, welche sich stets in sich selbst widerspiegeln, zu begreifen oder zu veranschaulichen, dann haben wir damit nur eine äußerst simple Frage beantwortet. Aber an dieser Stelle wartet eine viel größere Frage auf uns.

Wenn sich also, nach oben wie nach unten, ein Universum jeweils in einem weiteren Universum befindet, sozusagen als eine Art Spiegelbild des anderen, müssen diese sich doch in einem Raum befinden. Jedes Universum bietet doch dem nächsten Größeren oder Kleineren einen Raum. Wenn in diesem Prinzip aber nun Anfang und Ende (im Großen wie im Kleinen) erreicht sind, in welchem „Etwas“ befinden sich diese Universellen Räumlichkeiten?

Bei diesem „Etwas“ kann es sich auf Grund der vielfältigen Ausdehnung nur um einen „Raum“ handeln. Was aber für ein Raum ist dies? Wie ist jener Raum beschaffen? Wo beginnt dieser Raum und wo endet er?

Noch nicht genug an Kopfschmerzen? Dann treiben wir es eben jetzt bereits auf die Spitze der ersten Etage unserer Fragen.

Gibt es nur diesen einen Raum oder gibt es hier wiederum in beide Richtungen Räume in den Räumen in denen sich die Universen ausdehnen? In welchem weiteren Raum befinden sich aber diese Räumlichkeiten dann? Aus was bestehen die Räume? Was ergeben diese ganzen Räumlichkeiten zusammen? Was für ein „Etwas“ soll das sein? Wer hat dieses „Etwas“ erschaffen? Gibt es nur dieses eine „Etwas“ oder ist dieses „Etwas“ auch nur ein gewisser Teil eines Ganzen? Wenn dem so ist, gibt es dann nur dieses eine „Ganze“ und wer hat dieses erschaffen?

Selbst wenn wir alle diese Fragen beantworten könnten, selbst wenn wir sagen könnten wer all dieses erschaffen hat, so bliebe noch immer die Frage, welche uns eigentlich zum Anfang zurückführt, aus was hat er oder es dies alles geschaffen? Woher kam oder woraus bestand jener „Stoff“?

 Wenn wir jetzt in einer klaren Nacht einmal zum Sternenhimmel hinaufschauen und versuchen uns diese Unendlichkeit vorzustellen, so werden wir vielleicht begreifen wie klein wir doch im Grunde sind. Wenn wir daraufhin in unser Bett gehen und uns auf unseren Körper konzentrieren, wenn wir uns vorzustellen versuchen, was sich in diesem Körper gerade alles abspielt, angefangen von ganzen Kolonien von Bakterien bis hin zu den kleinsten Bestandteilen von Enzymen, Hormonen und Proteinen die sich wiederum in Atome und Moleküle aufspalten, dann können wir uns unter Umständen vorstellen wie groß wir sind. Wir haben mit dieser Erkenntnis sehr, sehr viel erreicht, aber die Frage um unseren wahren Standpunkt, um unsere wahre Größe haben wir damit noch immer nicht beantworten können.

 Es geht aber auch nicht um die Beantwortung der Frage, es geht in diesem Teil einzig um das Verstehen der Möglichkeiten des Prinzips. Verstehen können wir aber nur durch die Fragen. Auch Fragen die vielleicht unbeantwortet bleiben, können das Verständnis, das Verstehen für das Prinzip hervorbringen.

 

Zum Raum

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     Der Raum, haben wir doch im vorhergehenden Teil begreifen müssen, dass wir uns in keinster Weise eine nur annähernd realistische Vorstellung vom Raum, im Ganzen betrachtet, bilden können. Selbst in unserer kühnsten Phantasie ist es uns nicht einmal in einem sehr kleinen Rahmen möglich, die wirklichen Dimensionen in unsere Vorstellungskraft einzuschließen.

Wie jedoch bereits erwähnt, gibt es doch eine Möglichkeit das gesamte zu verstehen und zu erkennen. Ganz gleich wann und wie alles einmal begann, die Informationen sind überall, bis auf das kleinste Detail abgespeichert. Somit auch bei uns, da wir ein Teil dieser Schöpfung darstellen. Nur ist diese Information sehr, sehr tief in unserem Unterbewusstsein abgespeichert und lässt sich nicht so ganz ohne gewisse „Tricks“ abrufen. Dies hat einen guten Grund. Wir sollen nicht wissen um was es geht. Wir sollen die Wahrheit nicht kennen. Die Gefahr, wir könnten (und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, würden die Meisten dies auch tun) die Schöpfung und ihre Vorhersehung beeinflussen und damit ein absolutes Chaos hervorrufen. Aber dennoch, die Information besteht.

 Das Problem um an diese Informationen und somit an die Erkenntnis der gesamten Wahrheit zu kommen ist schnell erklärt. Wir denken einfach in zu großen, zu monomentalen Maßstäben.

Stellen wir uns zum Beispiel die Frage, wer sich schon einmal Gedanken über den Raum und dessen Vielfältigkeit in uns selbst gemacht hat? Ich meine damit nicht nur die physischen Eigenschaften sondern auch die, welche nicht in unserem Denken verankert sind.

Worum es hierbei geht ist die Tatsache, dass wir nur in einem dreidimensionalen Raum denken können. Mit diesem Denkmuster ist es aber unmöglich den wahren Raum mit all seinen Dimensionen und Universen in uns zu erkennen. Zudem bleibt uns auch die Erkenntnis über die Zusammenhänge von uns zum Mikro- bis hin zum Makrokosmos zu verstehen. Wären wir dazu fähig, so könnten wir den gesamten Raum, in seiner ganzen Beschaffenheit verstehen. Sogar unser eigener Standpunkt und Stellenwert sowie dessen Bedeutung welche uns bestimmt ist, könnten wir erkennen und begreifen.

 Gehen wir einmal nicht der Frage nach, ob uns dies überhaupt bestimmt ist, sondern gehen wir dem Leitsatz nach: „Wissen, Wagen, Wollen und Schweigen“. Ich glaube wem es gelingt den Weg zu sich selbst zu finden und damit den Zugang zur Wahrheit und zur Bestimmung der Schöpfung zu erlangen, der wird auch mit jener Erfahrenen Erleuchtung und der damit verbundenen Verantwortung umgehen können. Wagen wir also das Abenteuer der Expedition zu unserem eigenen Ich.

 

Zur Vorbereitung

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     Vor Beginn unserer Reise gibt es jedoch, so wie es vor jeder Reise ins Unbekannte üblich ist, noch einige Vorbereitungen zu treffen.

Zu den wichtigsten Vorbereitungen zählen folgende Tatsachen Dinge. Hierbei geht es nicht um einen materiellen Erwerb. Es geht um die mentale Einstellung und Haltung.

Genau die Erwartungen die wir zwangsläufig entwickeln werden sind es, welche wir vermeiden sollten. Um es einfach zu beschreiben, wir sollten ohne Erwartungen und ohne jeden Erfolgsdruck in dieses Abenteuer gehen. Dies ist gar nicht so schwer, bedenkt man, dass wir ja überhaupt nicht wissen wohin uns diese Abenteuerliche Reise eigentlich führt. Wir betreten schließlich ein Land oder Gebiet, welches vor uns noch keiner betreten hat. Somit können wir überhaupt nicht wissen was uns erwartet.

Zum Erfolgsdruck gibt es ähnliches zu sagen. Welche Art von Erfolg soll diese Expedition haben? Vielleicht ist die Erfahrung die wir machen, jene Wahrheit in Wirklichkeit so selbstverständlich und verschwindend klein, dass wir uns wundern werden wie einfach doch alles ist? Ist das Leben nicht auch eine selbstverständliche Angelegenheit, die selbst der kleinste Wurm bewältigen kann? Es gibt keinen Grund sich mit irgendeinem Druck zu belasten.

Diese Vorgaben hören sich zwar leicht an, sind in der Regel aber doch sehr gewöhnungsbedürftig, so dass sie einige Tage der Vorbereitung dauern werden.

Haben wir diese erste Hürde genommen, so beschäftigen wir uns mit der zweiten. Wer glaubt es zu schaffen, der kann auch alles miteinander verbinden. Letztlich sind es alles rein mentale Einstellungsfragen, welche wir nur mit dem Kopf lösen können.

Wir sollten uns in der zweiten Phase damit beschäftigen, was wir wirklich zum Leben (in diesem Fall ist das Überleben und nicht der Luxus gemeint) benötigen. Stellen wir uns vor, wir hätten eine längere Reise vor uns. Diese Reise gleicht einer Reise im Mittelalter. Als einziges Fortbewegungsmittel haben wir unsere Füße. Die einzige Unterkunft ist der Himmel über uns. Das einzige Transportmittel für unser Gepäck sind unsere Schultern, unsere Hände und unsere Kraft mit der wir diese Dinge tragen. Wir sollten uns also gut überlegen was wir wirklich brauchen und auch mitnehmen. Geld oder andere Zahlungsmittel haben wir nicht, da wir diese ohnehin nicht benötigen würden und sie somit wertlos für uns sind.

In der Realität bedeutet das, dass wir uns und damit unseren Körper ein wenig vortrainieren. Über die Dauer von fünf Tagen, essen wir von Tag zu Tag weniger. Zum Schluss nur noch so viel wie wir wirklich brauchen. Auch mit all den alltäglichen Geschehnisse um uns herum beschäftigen wir uns in diesen fünf Tagen immer weniger und richten dafür unsere Aufmerksamkeit auf uns, unser Inneres. Alles was wir tun (Essen, Trinken, Einschlafen, Bewegen, Atmen, Sehen, Hören und auch Fühlen), tun wir mit jedem der fünf Tage bewusster.

Darauf folgt ein Tag, an dem wir nur noch eine kleine Mahlzeit zu uns nehmen und auch nur so wenig trinken wie wir benötigen, nicht etwa auch langer Weile.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, was eigentlich klar sein sollte. Alkohol, Kaffe, Genussmittel aller Art, Rauchen sowie Drogen in jeder Form sind nicht in unserem Reisegepäck. Nichts was unseren Geist auch nur im geringsten beeinflussen könnte tragen wir mit uns auf unserer Expedition.

An diesem Tag der Enthaltsamkeit (nur wenig essen und trinken) sind wir ganz allein mit uns. Eine Person sei gestattet und ist sogar aus Sicherheitsgründen erwünscht. Es ist der Leiter dieser Expedition, der Lehrmeister, der uns auf unserem Weg begleitet und diesen Weg auch überwacht. Er vertritt aber nur die Funktion des bewachenden Begleitens. Er wird uns nicht den Weg zeigen oder erleichtern.

In dieser Einsamkeit an jenem Tag lassen wir unser Leben noch einmal an uns vorüber ziehen. Wir betrachten unser Leben aber ohne jede Beurteilung. Falsch oder richtig ist hierbei ohne jede Bedeutung. Dabei denken wir über unser Leben gründlich nach. Was wäre wohl geschehen wenn wir nicht dieses Leben bekommen und gelebt hätten, wenn es uns nie gegeben hätte. Für wie viele Menschen, Tiere und Ereignisse, gleich ob wir sie kennen oder nicht, wäre der Ablauf den diese erfahren haben wohl anders verlaufen und wer wäre dadurch noch alles betroffen gewesen.

Darauf konzentrieren wir uns noch einmal kurz auf unsere Atmung und auf unseren Herzschlag und versuchen nur zuzuschauen. Alles soll ganz von selbst geschehen, was es ja auch im Grunde macht. Darüber versuchen wir einzuschlafen. Die Schlafstelle soll bequem und gemütlich sein, auf gar keinen Fall etwa Spartanisch.

 Nun kommt der 7. Tag. Der letzte Tag vor unserer Reise in das Unbekannte. Diesen Tag verbringen wir unerwarteter Weise ganz für uns normal. Wir sollten nur jede körperliche Anstrengung vermeiden. Noch einmal sollten wir einen Spaziergang machen, noch einmal alles für uns Wichtige ordnen, kurz wir sollten uns so verhalten, als könnten wir eventuell nicht mehr von dieser Reise zurückkehren. Schließlich soll so etwas schon bei Expeditionen vorgekommen sein. Wir reden noch einmal mit den Menschen die uns etwas bedeuten oder lassen ihnen eine Nachricht zukommen. Wir sagen ihnen, was wir ihnen schon lang einmal sagen wollten. (Vorsicht, wir könnten doch wieder zurückkommen).

Wir befreien unsere Seele von aller Last. Wir schließen Frieden mit uns selbst, ganz gleich was wir im Grunde von uns halten oder denken, wir schließen Frieden und nehmen uns so wie wir sind.

Wenn nun der letzte Abend vor unserer Reise gekommen ist, sollte uns alles mit einer gewissen Gleichgültigkeit umgeben. Selbst wenn wir jetzt für immer einschlafen würden, wir würden ohne Bedenken und voller Frieden in dieses letzte große Abenteuer gehen und keine Sekunde des gelebten Lebens bereuen. Wir haben unseren Frieden mit uns selbst gemacht. Wir stehen zu unserem Leben, gleich wie immer es war, es war das Leben das wir hatten und auch lebten. Keine höhere Macht wird uns dafür strafen, keine Kraft zur Rechenschaft ziehen. Wir haben diese Kraft des Lebens bekommen und unseren Zweck, auch wenn wir ihn nicht kennen konnten, erfüllt. Wir haben alle Konsequenzen daraus gezogen und vollzogen. Wir sind der Bestimmung unseres Lebens gerecht geworden, mit allen Freuden und allem Leid und Schmerz. Nun sind wir bereit uns selbst, unserem Leben, unserem ureigenem Ich zu begegnen.

So schlafen wir ein.

 

Der Aufbruch zur Expedition

 

      Es ist jetzt nicht mehr von Bedeutung ob wir diese Nacht gut oder schlecht geschlafen haben. Die Zeit bis zu diesem Moment gehört der Vergangenheit an. Alles was ab jetzt geschieht, geschieht ganz von selbst, gleich ob wir es wollen oder nicht. Wir sind einfach bereit uns von der Kraft des Lebens beherrschen zu lassen. Wir sind ab jetzt nur noch der Betrachter. Allerdings sind wir ein sehr gründlicher Betrachter.

Selbst unsere Morgentoilette verrichten wir beschäftigt mit dem Gedanken, wie, warum und durch was dies gerade geschieht.

Dann essen wir eine Kleinigkeit. Egal um welche Art von Nahrung es sich hierbei handelt, wir sind uns darüber im Klaren, dass es sich hierbei um eine frühere Lebensform gehandelt hat, deren Lebenskraft und Energie jetzt, indem wir diese zu uns nehmen und essen, in uns übergeht. Das Äußere verändert sich, aber die Lebenskraft verändert sich nicht, sie verlagert sich nur. Genauso verhält es sich mit dem Trinken. Aus diesem Grund gehen wir diesmal auch beim Essen bewusst und respektvoll vor. Wir nehmen nur so viel zu uns wie wir auch wirklich brauchen.

Wir überprüfen noch einmal ob wir auch alles was wir benötigen bei uns haben und ob wir auch wirklich an alles gedacht haben was es zu berücksichtigen gibt.

 

Das Lager zur Reise

      Das Lager, auf welches wir unsere Reise vollziehen wollen haben wir bereits am ersten Tag als wir uns dazu entschlossen haben, bereitet. Wir haben es aber die gesamte Zeit bis jetzt nicht berührt oder betreten. Für uns war es vom ersten Augenblick an der Eingang zu jener anderen Welt. Jene Welt zu der uns nun unsere Expedition führen soll, wobei wir nicht die geringste Ahnung oder Vorstellung haben wie immer diese Welt auch aussehen mag. Das Abenteuer, die Reise kann beginnen.

      Der Augenblick ist gekommen und wir betreten unser Lager. Im Augenblick sind wir allerdings nur in der Vorbereitung zum Aufbruch. So wie wir vor einer Flugreise zuerst das Flugzeug betreten, unseren Sitzplatz einnehmen und uns festschnallen. Ebenso können wir den jetzigen Vorgang vergleichen. Wir nehmen eine bequeme Lage im Liegen ein, wobei darauf zu achten ist, dass wir nach Möglichkeit auf dem Rücken liegen und unsere Beine nicht gekreuzt sind. Unsere Füße liegen also nicht übereinander. Genauso wie bei einer Flugreise versuchen wir uns zu entspannen. Instinktiv ahnen wir, dass wir gleich unsere gesamte Kontrolle über das Geschehen verlieren.

Normalerweise erfolgt bei einer Flugreise nun die Begrüßung und die Einweisung durch eine Stewardess.

Wer seine Expedition unter der Beobachtung und Begleitung seines Lehrmeisters macht wird ähnliches erfahren. Ich bezeichne unsere Begleitperson extra nicht als Begleitung, da dies nicht richtig wäre und auch nicht der Wahrheit entsprechen würde. Letztlich führt diese Expedition, diese sehr merkwürdige Reise in unser Ich, unser eigenes Leben und dorthin kann uns kein Mensch begleiten. Mag jene Person auch, physikalisch betrachtet, an unserer Seite sein und bleiben, so bleibt die Person doch nur außen vor. Wir hingegen gehen weiter. Wir dringen nicht nur in unser tiefstes unterbewusstes ich vor, wir werden uns ab einem bestimmten Punkt sogar davon lösen. Das bedeutet, wir lassen uns selbst vollkommen los. Ich möchte an dieser Stelle keinen von Ihnen erschrecken, aber wenn wir es richtig betrachten, gleicht dieser Vorgang dem Sterben. Wir lassen uns los und werden somit zu einer Art „Geistwesen“. Es besteht nur noch die Seele, was immer dies auch sein mag, denn nur diese Lebenskraft kann jene Reise bewältigen. Auch wenn wir in unserem Geist alle Informationen abspeichern werden und anschließend fähig sein werden, uns tief aus unserem Unterbewusstsein jene Informationen in den realen bewussten Zustand zurückzuholen.

Um es hier noch ein letztes Mal zu erklären, es handelt sich hierbei nicht etwa um eine Sinnestäuschung, einen Trick oder eine Einbildung. Es ist die reinste Form einer bestimmten hohen Kunst der Meditation in der es uns gelingen wird, unseren Körper und unseren Geist von unserer Lebenskraft (Seele) abzutrennen um in diesem Zustand dennoch bewusst die Grenzen des Todes zu überschreiten hinter der sich alle Wahrheit und Erkenntnis verbirgt. Es handelt sich hierbei nicht etwa um ein so genanntes „Nahtoderlebnis“, nein, wir überwinden die Ebene des Feinstofflichen um uns selbst, wie aus einer Gefangenschaft heraus, in dem befreiten Zustand des wirklichen Seins zu betrachten. In dieser Betrachtungsweise heben sich alle Dimensionen auf, und glauben Sie mir, es sind bei weitem mehr als nur drei.

Irgendjemand hat einmal gesagt: „Da wo die Wahrheit und Weisheit anfängt, hören Worte und Sprache auf“. Auch Sie werden diese Erfahrung machen. Was immer Sie auch erleben werden, Sie werden es verstehen und begreifen aber niemals einem anderen Menschen erklären können, da Sie Ihre Erfahrungen nicht mehr mit Worte beschreiben können.

Doch zurück zu unserem Thema. Es gibt also keinen Begleiter sonder nur in diesem Sinne einen Lehrmeister der Außen vor bleibt. Sozusagen wie durch eine gläserne Mauer das gesamte Geschehen überwacht, ohne dass zu sehen was der Reisende erlebt oder erkennt.

Ein Gefühl welches wir bereits nicht mehr beschreiben könnten ergreift uns. So als würde das Flugzeug langsam zur Startbahn rollen. Alles um uns herum scheint in diesem Augenblick an Bedeutung zu verlieren. Wir könnten noch nicht einmal sagen, an was wir in diesem Augenblick wirklich denken. Es scheint fast so als kreisten unsere Gedanken weder um andere noch um uns selbst. Dann folgt ein Moment der Stille. In unserem Beispiel würde das Flugzeug jetzt seinen Startplatz erreich haben und stehen um auf die Starterlaubnis zu warten.

In unseren Gedanken sind wir fern von jeder realistischen Zeit. Wir denken an längst vergangene Erlebnisse und Ereignisse, sind aber im gleichen Augenblick in der gegenwärtigen Situation und bereits am Urlaubsort. Der eine oder andere ist vielleicht schon auf den Rückflug in seinen Gedanken.

Dann kommt der Augenblick der Wahrheit. Die Motoren heulen auf und das Flugzeug beginnt zu rollen, schneller und schneller. Wir schauen noch einmal aus dem Fenster und sehen wie die Landschaft seitlich der Startbahn an uns, unglaublich schnell, vorbeizieht.

Für einen kurzen Augenblick (das bewirkt auch bei den meisten Menschen die Angst) begreifen wir, dass wir ab jetzt jede Kontrolle über wirklich alles verloren haben. Unser Leben, unser Schicksal liegt vielleicht in den Händen des Piloten, der Technik oder genauer definiert in den Händen unseres Schöpfers. Aus der Logik heraus betrachtet, kann der Pilot einen fatalen Fehler machen, die Technik könnte versagen, also bleibt in Wirklichkeit nur der Schöpfer oder die Schöpfung (aber war es diese nicht immer?).

Dann kommt der Augenblick wo das Flugzeug abhebt. Wir spüren wie wir in den Sitz gedrückt werden und kurz darauf bereits den Druck in den Ohren. Genau in diesem Moment sind wir uns sicher, dass unser Schicksal, unsere angebliche Kontrolle, schon immer unbemerkt in den Händen der Schöpfung lag. Zu keiner Sekunde unseres Lebens konnten wir wirklich unser Leben kontrollieren. Es wäre immer und zu jeder Zeit, dass geschehen was auch immer hätte geschehen sollen. Wir hätten es niemals beeinflussen können. Was also bleibt ist „Vertrauen“.

Langsam lehnen wir uns zurück und schließen unsere Augen. Ob wir es merken oder nicht, in diesem Moment lassen wir los. Wir fügen uns in unser Schicksal. Wir legen unser Leben, unser Sein in die „Hände“ von etwas, von dem wir noch nicht einmal wissen ob es dieses „Etwas“ überhaupt gibt. Das erste Mal vertrauen wir. Wir vertrauen auf das Unbekannte, aber wir vertrauen nur aus dem Grund, da wir überhaupt keine andere Wahl haben. Mag geschehen was auch immer geschehen wird (hoffentlich geschieht nichts Schlimmes).

In diesem Augenblick wo wir unsere Augen schließen wird das Flugzeug als unser Beispiel, unser Lager zur Expedition oder was es sonst noch alles gibt oder gab, nur noch EINS.

Auch im Geist schießen wir die Augen und entspannen vollkommen. Wir lassen nur noch geschehen und damit beginnt die Reise, die Expedition zu unserem Ich, zu unserem eigenen Leben und deren unendlich vielen Verknüpfungen. Wir kehren dahin zurück woher wir gekommen sind. Wir durchleben alle Stationen. Wir durchqueren den Mikrokosmos und den Makrokosmos. Wir erkennen den Raum als Gesamtes. Wir begegnen der Wahrheit und die Erkenntnis.

Das Abenteuer hat begonnen.

 

Das Loslassen

Für einen Augenblick scheint eine vollkommende Ruhe zu herrschen.

 

Immer wieder erlebe ich bei den Meditationsanweisungen oder in Gesprächen danach, dass viele Menschen mit dem Begriff „Loslassen“ ein gewissen Fallen, Stürzen oder Abstürzen verbinden und, dass es ihnen daher so schwer fällt, dieses „Loslassen“.

Ich möchte hier nur ganz kurz erwähnen, dass es sich in keiner Weise um ein solches „Loslassen“ handelt. Es gibt hierbei kein Abstürzen oder Fallen in dem Sinne. Man kann sich auch in einen Entspannungszustand fallen lassen. Auch kann man sich in seine Gefühle fallen lassen, indem man diese einfach zulässt. Dieser Zustand zeigt keinen Weg nach unten. Ebenso das „Loslassen“. Man kann einen Menschen, den man vielleicht schon vor langer Zeit verloren hat und an den man noch immer denkt, einfach loslassen. Man kann sein altes Zuhause, seine Eltern oder Verwandte, falsche Freunde oder nutzlose Sorgen loslassen. Diese Art von „Loslassen“ hat eher etwas Positives an sich. In keinem Fall hat es etwas mit Absturz, Tiefe oder Herabfallen zu tun.

      Kommen wir jedoch jetzt endlich ungestört zu unserem Abenteuer zurück. Für einen Augenblick ist eine vollkommende Ruhe eingekehrt. Eine Ruhe welche uns sogar die Zeit vergessen lässt. Wir könnten nicht einschätzen wie lange diese Ruhe in uns anhält, es interessiert uns auch nicht im Geringsten. Die Zeit hat zum Teil ihre Bedeutung verloren.

Indem, nennen wir es mal unser Flugzeug höher und höher steigt, finden wir uns mit der Situation ab. Wir haben den Drang zur Kontrolle losgelassen. Unser Körper scheint so leicht zu werden, dass wir diesen kaum noch spüren. Nur noch unsere Gedanken versuchen nach etwas zu greifen wobei wir nicht einmal sagen könnten nach was.

Dann beginnen Gedankenmuster aufzutauchen welche sich schnell in Bilder verwandeln. Zeitlich betrachtet verlaufen diese Bilder nicht chronologisch sonder völlig durcheinander. Aber was diese Bilder so außergewöhnlich macht ist die Tatsache, dass sie uns vollkommen real erscheinen. Nicht nur, dass wir sie sehen können, nein wir können sie Spüren, sie noch einmal erleben. Am Anfang sind es noch Erinnerungen, doch schon bald können wir diese Geschehnisse nicht mehr einordnen. Wir wissen, wir waren noch nie an jenen Orten, noch nie in jener Situation, kennen weder die Gegenden noch Personen, und doch wissen wir, wir sind uns sicher, wir kennen es doch, waren doch schon da, haben es doch erlebt und könnten sogar sagen wie es weiter geht.

 Dann werden diese Geschehnisse weniger und weniger. Farben treten statt der Erlebnisse in den Vordergrund. Zuerst bekannten aber wunderschöne Farben. Dann beginnen die Farben Spektren anzunehmen, die wir noch nie zuvor gesehen haben und auch nicht beschreiben könnten. Sie sind faszinierend und halten uns fest, ziehen uns in ihren Bann.

Ohne es zu wissen, ohne es wirklich bemerkt zu haben, haben wir in diesem Stadium bereits losgelassen. Dieser Zustand ist ganz unterbewusst eingetreten. Wir haben im Grunde genommen keinen Bestand mehr zu sichern. Wir erlaben ein Gefühl der völligen Entspannung. Die Farben fließen zusammen und wir können am Ende nicht einmal mehr von hell und dunkel unterscheiden. Es ist, als würden sich die Gegensätze aufheben.

Eine sehr tiefe innere Ruhe, die allerdings nicht von unserem Denken bzw. unserem Geist ausgeht erfüllt und umgibt uns. Bedingt durch diese Ruhe, welche etwas unerklärliches und besonderes hat, sind wir von eine Art besonderer Gleichgültigkeit ergriffen, die wir allerdings nicht beschreiben können, da wir eine solche noch nicht erlebt haben und uns diese Art vollkommen unbekannt erscheint.

Wie Sie bereits bemerken werden, beginnen mir hier bereits die richtigen Worte zu einer Erklärung zu fehlen. Da ich diesen Zustand bzw. diese Reise schon des Öfteren gemacht habe, kenne ich zwar diese Wahrnehmungsbereiche, aber die Möglichkeit diese in Worte zu fassen wird mit weiterem Vordringen in diese Materie immer geringer. So werde ich jene Beschreibung mehr und mehr auf Beispiele oder Gleichnisse verlegen müssen. Aber auch diese werden schon bald versiegen.

Selbst der Begriff „Gleichgültigkeit“ ist schon nicht mehr richtig, da dieser Zustand jenem Gefühl zwar sehr ähnlich kommt aber wir dennoch eher überrascht, gespannt und überwältigt sind.

 Dann folgt eine Art von völliger Leere.

Fast im gleichen Augenblick glauben wir in unsere eigene Seele zu blicken. Es ist nicht so als würden wir in eine Art von Spiegel sehen, nein, es ist so als würden wir ein Bild betrachten, indem wir unser ganzes Leben wiedererkennen. Es handelt sich um nur ein Bild und dennoch sehen wir alles, das Bewusste sowie auch das Unterbewusste unseres gesamten Lebens. Auch jene Dinge und Ereignisse die wir schon lang vergessen glaubten. Auch jene Dinge und Ereignisse von denen wir behaupten, ja schwören würden, sie niemals erlebt oder getan zu haben.

Es ist so als würden wir Einsicht in ein Protokoll nehmen, welches zwar nur aus einer Seite und aus einem Zeichen besteht aber dennoch über alles was unser Leben hervorgebracht hat Auskunft geben.

Nicht nur das eigene Leben sonder auch die vielen anderen Leben welche durch unser Dasein beeinflusst wurden wird in diesem Protokoll aufgezeigt. Dabei handelt es sich nicht nur um mögliche Mitmenschen, es handelt sich um alle Kreaturen der Schöpfung.

Als Beispiel: Selbst der Salatkopf den wir verspeist haben und der daher frühzeitig sein Leben beenden musste da er zuvor abgeschnitten wurde, Tiere, ganz gleich ob wir diese als Freunde oder Haustiere gehalten haben oder einfach nur einen Teil von Ihnen gegessen haben. Im Gesamten betrachtet ist somit jede Lebensart und –form, mit der wir in eine gewisse Verbindung getreten sind, somit auch von uns beeinflusst worden.

Sie würden sich wundern wie groß dieses Spektrum im Laufe unseres Lebens geworden ist. Es entspricht wirklich einer gewissen Wahrheit wenn so manch einer behauptet, wir seien alle Brüder und Schwestern, nur dass sich diese Erkenntnis in unserem Fall nicht nur auf den Menschen bezieht. Wir leben nun einmal in einer nie endenden Symbiose, eine Verkettung die weder Anfang noch Ende kennt und weit über unsere Vorstellungskraft hinausreicht.

Da wir gerade bei der Vorstellungskraft sind, sicherlich wird der eine oder andere von Ihnen behaupten wollen, dass all diese Wahrnehmungen auf jener Expedition reine Einbildung sind und nur unserer Phantasie und Vorstellungskraft entspringen. Hierzu möchte ich Ihnen nur eine Frage stellen. Können Sie sich eine Form oder Farbe vorstellen, welche Sie noch niemals zuvor gesehen haben? Wenn Sie diese Frage mit einem JA beantworten können, stehen Sie über alle Dinge und ich würde gern bei Ihnen in die Lehre treten.

 Um aber auf unsere Wahrnehmungen während der Phase des Loslassens zurückzukommen, so geschehen all diese Dinge, wie schon erwähnt, wie auf einem Protokoll welches nur aus einer Seite, auf der nur ein Zeichen sichtbar ist und doch von uns in jedem nur erdenklichen Detail erkannt und durchlebt wird. Was den Zeitraum hierfür betrifft, so gibt es in diesem Zustand keine zeitliche Wahrnehmung. Alles scheint so, als würde das gesamte Leben in seiner vollen Länge im Bruchteil eines Momentes geschehen.

Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch berichten, dass jener Zustand in unserem realistischen Leben zwischen Stunden bis hin zu drei bis fünf Tage andauern kann. Mit dieser realistischen Zeitansage meine ich jedoch die gesamte Expedition, allerdings ohne die Vorbereitungszeit. Auch meine ich damit die real gemessene Zeit, nicht die eventuell, wenn überhaupt jene gefühlte Zeit des Reisenden.

 Da ein jeder von uns individuell unterschiedlich ist, auch was sein Karma betrifft, so kann ich ab dieser Stelle des Loslassens nicht mehr seine Erlebnisse und Eindrücke beschreiben, da diese für jeden genauso individuell sind.

Ich kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt beschreiben, an dem sich jenes Loslassen, jenes Lösen vom Irdischen vollzogen hat und der eigentliche Teil unserer Reise, jener Expedition ins eigene ICH beginnt.

Was am Anfang Ruhe war, was zu Beginn friedlich und entspannend war, wandelt sich ganz plötzlich und wir können keinen Einfluss darauf nehmen.

Es ist so, als wären wir auf einem ruhigen Fluss in einem kleinen Boot, gemütlich und entspannt dahingetrieben. Ganz plötzlich dann wird dieser kleine Fluss ohne jede Vorwarnung zu einem reißenden Fluss. Oder wir gleiten wie ein Vogel entspannt durch die Lüfte und plötzlich geraten wir in Turbolenzen.

Wie immer auch die Umschreibung aussehen mag, Fakt ist, dass wir ganz plötzlich in eine Art von Sog geraten, der eher einem Chaos gleicht. In unserer anfänglich entspannten Ruhe geraten wir in einen Sog von unbeschreiblicher Kraft, der wir uns nicht erwehren können.

Ist dieser Moment, und der ist immer und bei allen gleich, erreicht, haben wir wirklich losgelassen. Und dennoch besteht kein Grund zu irgendeiner Angst oder Sorge, da dieser Sog uns nicht unheimlich oder unangenehm vorkommen wird. Wir werden ihn mit der gleichen Gleichgültigkeit und Selbstverständlichkeit begegnen. Dies ist aber der Augenblick indem wir uns wirklich von unserem weltlichen Sein gelöst haben und die eigentliche Reise beginnt.

 

Der erste Eindruck der Expedition

        Der Sog wir immer stärker. Unter Umständen gleicht er einem trichterartigen Gebilde dessen kleines dunkles Loch immer näher kommt. Dann, wenn wir uns diesem Loch sehr weit genähert haben wird es unbeschreiblich groß. Als würde es den Durchgang zu einer anderen Ebene darstellen. Umso näher wir diesem wundersamen Loch auch kommen, umso gelassener werden wir. Es scheint fast so, als würden wir instinktiv ahnen was uns erwartet. Es befällt uns sogar eine gewisse Müdigkeit. Da wir in diesem Zustand sowieso nicht mehr zwischen Schlaf, Traum und Wirklichkeit unterscheiden können, haben wir beim Eintauchen in dieses dunkle Loch das Gefühl in eine Art besonderen Schlaf zu fallen. Diesem Gefühl werden wir auch ganz automatisch nachgeben, da um uns herum ohnehin alles dunkel und leer erscheint.

Wir befinden uns, gefühlsmäßig in einem unvorstellbaren großen „Nichts“. Dieser Zustand scheint unendlich lange anzuhalten. Zuerst besteht noch eine gewisse Ungeduld, eine Erwartungshaltung, dass doch nun endlich etwas geschehen muss, doch sehr schnell wird diese Empfindung zu einem Gefühl welches sehr angenehm ist und in dem wir alle Erwartungen, einfach wie von selbst, ablegen. Als wüssten wir bereits was kommen wird. Noch nie zuvor in unserem ganzen Leben haben wir uns so sicher und zuversichtlich gefühlt.

     An dieser Stelle endet meine Beschreibung da es, wie schon erwähnt, keine Worte mehr gibt und jede Erfahrung so individuell wie jeder einzelne Mensch ist.

So bin ich gezwungen auf eine andere Möglichkeit der weiterführenden Beschreibung auszuweichen. Allerdings wird auch diese nur noch begrenzt sein und von einer eher ungewöhnlichen Art erfolgen.

 

Eine weiterführende Erklärung

        Es entspricht eigentlich nicht meiner Art oder Natur, mich als Romanautor zu betätigen. Da wir nun aber an die Grenzen des Möglichen gestoßen sind bleibt mir keine andere Wahl um das Wesentliche verständlich zu machen. Nach diesem Teil werde ich versuchen, mit einer Flut von Fragen versuchen, Sie dazu zu bewegen sich selbst die Antworten zu geben, insofern dies dann noch notwendig ist. Dies mag sich zwar im ersten hinsehen sehr kompliziert anhören, ist es aber bei genauerer Betrachtung nicht, vorausgesetzt Sie sind ehrlich zu sich selbst.

      Wir sind noch immer an dem Punkt wo wir Schlaf und Traum nicht vom Realismus unterscheiden können. Wir fühlen uns geborgen und wohl wie noch niemals zuvor. Alles scheint uns von einer gewissen Gleichgültigkeit umgeben. Alles erscheint uns deutlich und klar. Mit unserer Zuversicht lassen wir uns angst los in jenes beschriene Loch, was jetzt unbeschreibliche Dimensionen angenommen hat, hin einsaugen. Jegliche bisherige Realität hebt sich auf, ebenso wie die Differenzen zwischen groß und klein, Zeit und Raum. Wir sind eins mit dem Gesamten.

      Ab diesem Punkt erlebt jeder seine Reise, seine Expedition auf ganz individuelle Art und Weise. Jedes weitere Wort hierzu wäre reine Manipulation von außen. Das Einzige was es hierzu noch zu sagen gäbe, wäre die Tatsache, dass sich auch das gesamte Zeitempfinden aufgehoben scheint. Es gibt bezüglich der von uns bekannten und realistischen Gefühle uns Wahrnehmungen keinerlei Gefühle mehr. So folgt ein jeder dieser Expedition nur noch seinen, wenn vielleicht auch unbekannten Gefühlen und Wahrnehmungen. Jeder folgt nur noch seiner Inspiration.

 

Ein Roman der eventuellen Wirklichkeit

        Wie ich bereits betonte, ist es nicht meine Art mich als Romanautor zu betätigen, aber hier bleibt uns als Vergleich keine andere Möglichkeit. Es wird nur ein sehr kurzer Teil sein. Dieser Teil scheint aber bei jedem von uns in diesem Stadium gleich zu verlaufen, einige kleine Abweichungen berücksichtigt.

      Wir scheinen uns in einem tiefen Schlaf zu befinden und sind gerade mit sehr merkwürdigen Träumen, welche jedoch nicht unangenehm erscheinen, beschäftigt zu sein. Wir sitzen in unserem Flugzeug und haben uns bequem in unserem Sitz zurückgelehnt, als wir wie durch einen Nebel von sehr weit her die Stimme des Piloten vernehmen. Noch immer glauben wir, dass diese Tatsache zu unseren Träumen gehört. Aber die Stimme der Ansage des Piloten wird deutlicher und reist uns aus unseren Schlaf hinaus. Es fällt uns zunächst schwer uns zu orientieren. Dann glauben wir endlich wach zu sein und die Wiederholung der Ansage mehr als deutlich zu vernehmen.

Aus dem Bordlautsprecher des Flugzeugs ertönt eine zwar beherrschte aber dennoch unsichere Stimme des Piloten.

 „Ich wiederhole, wir haben einen technischen Defekt und sind daher gezwungen Notzulanden. Bitte schnallen Sie sich fest an und nehmen Sie das Kissen auf den Schoss. Beugen Sie Ihren Körper nach vorn und legen Sie Ihren Kopf auf das Kissen. Ich bitte Sie unbedingt die Ruhe zu bewahren“.

 Wie in unserem Traum, wie das turbulente Chaos welches uns in den dunklen Trichter befördert hat, so kommt es uns in diesem Augenblick vor. Das Flugzeug befindet sich alles andere als in einer ruhigen Lage. Gegenstände fallen von den Ablagen über uns. Die Menschen hört man zum Teil schreien, einige hört man beten und ein anderer Teil verhält sich fast apathisch. Das Flugzeug selbst scheint nur noch ein Spielball der Turbulenzen zu sein. Ein Geräusch ähnlich dem Ton einer Sirene dringt beängstigend an unser Ohr. Immer wieder hebt sich die Maschine kurz um dann im selben Moment wieder durchzusacken. Es ist schlimmer als auf einer Achterbahn. Als wir kurz aus dem Fenster schauen, sehen wir, dass wir uns in einer leichten Schräglage befinden und erkennen bereits deutlich wie der Boden unter uns mit einer ungewöhnlichen Geschwindigkeit näher kommt. Das erste was uns dazu einfällt ist der Gedanke, dass es unter diesen Umständen unmöglich sein wird mit einer Notlandung auf den Boden zu kommen. Die Wahrheit ist eindeutig, wir stürzen ab. Irgendein gleichmäßig piepender Warnton dringt nervend an unser Ohr. Das Licht ist bereits ausgefallen und es herrscht eine rote Notbeleuchtung die alles andere als Beruhigend wirkt. Wir sehen die Leute um uns herum. Wir blicken nur in Verzweiflung und Angst.

Erst in diesem Augenblick wird uns erstmalig bewusst, dass wir bisher noch keinen Gedanken an uns selbst wirklich wahrgenommen haben. Was wird mit uns geschehen? Eigenartigerweise sind wir nicht so beunruhigt oder von Angst erfüllt wie wir es eigentlich annehmen sollten.

Ganz das Gegenteil ist eigentlich der Fall. Wir sind sogar in gewisser Weise gefasst. Unsere Gedanken gelten eher unseren Angehörigen, wie es wohl für diese weitergehen wird und wie sie es aufnehmen werden, wenn wir diesen Absturz nicht überleben. Viele Bilder von den uns nahestehenden Menschen ziehen an uns vorüber.

Wollten wir nicht eine Expedition in das Unbekannte machen? So hatten wir uns diese Reise allerdings nicht gedacht. Es sollte doch nur eine Erfahrung werden, die mit der Wirklichkeit nicht das Geringste zu tun hat. Und nun?

Wie lange mag es wohl noch dauern, bis es zum Aufschlag kommt. Wird es mit vielen Schmerzen und Qualen zu tun haben? Müssen wir viel leiden bis wir sterben können? Werden wir sterben?

Eigenartiger Weise scheint die Zeit immer länger zu werden. Wir haben jedes Zeitgefühl verloren. Dann kommt der Punkt, jener Augenblick indem wir uns direkt nach dem Aufschlag sehnen. Lass doch endlich alles vorbei sein. Bloß nicht lange Leiden. Ich liebe meine Frau und meine Kinder. Hoffentlich werden sie nicht zu sehr trauern. Hoffentlich ertragen sie den Schmerz des Verlustes.

Mein Gott bitte hilf mir!

Dann dringen wieder die Geräusche an unser Ohr. Der grauenhafte Ton welcher einer Sirene gleicht ist um ein vieles heller und auch lauter geworden. Dieser Ton vermischt sich mit den Hilfegebeten, den Schreien und weinen von Frauen, Kindern und auch Männern. In diesem Augenblick fühlen wir uns eigenartiger Weise nur als Betrachter.

Kurz darauf glauben wir, in all dem Chaos einen lauten Krach zu hören. Dann ist alles still. Es scheint nichts um uns herum zu existieren. Auch spüren können wir nichts, weder unseren Körper noch etwas anderes. Das einzige was wir deutlich wahrnehmen können ist eine sehr merkwürdige und unrealistische „helle Dunkelheit“, die uns sogar mit ihrer Helligkeit blendet. Wenn wir sehen können, so müssten wir auch einen Körper haben. Aber wir fühlen weder einen Körper noch können wir diesen auf irgendeine andere Art oder Weise wahrnehmen. Es scheint nur eine Wahrnehmung auf eine gewisse geistige Ebene zu existieren.

Wir können einzig nur dieses seltsame Etwas von eigenartigem Licht erkennen. Zudem schein dieses Licht auch undurchdringlich zu sein.

Obwohl wir seltsamer Weise unberührt von dem Ereignis zu sein scheinen, beginnen ganz langsam Gedankengänge unseren Geist zu beherrschen.

Diese Gedankengänge sind von sehr merkwürdiger Art. Es sind Fragen mit denen wir uns, soweit wie wir uns erinnern können, niemals beschäftigt haben. Aber es sind nicht nur die Fragen die uns beschäftigen, es ist auch die Tatsache, dass sich mit den scheinbaren Fragen auch gleichzeitig die Antworten auftun. Antworten, an denen es kein Zweifel mehr geben kann und die teilweise so selbstverständlich erscheinen, dass wir sie niemals in Betracht gezogen hätten. Somit beginnt sich auch dieses seltsame Licht aufzuklären. In diesem Augenblick scheinen wir langsam eine Wahrnehmung in Form von etwas Sichtbaren erblicken zu können. Sehr undeutlich und verschwommen so, dass wir diese auf gar keinen Fall einordnen könnten.

Wir versuchen auf jene Erscheinung zuzugehen, warum wissen wir allerdings nicht in diesem Augenblick. Sei es, dass wir nur nach einem Orientierungspunkt suchen.

In diesem Moment fangen unsere Gedanken an zu schmerzen, wobei der Schmerz ebenso wie auch das Licht zunehmend stärker wird. Dann überschneiden sich die Ereignisse, wir glauben in die Wahrheit zu schauen, doch im Gleichen scheinen wir jegliches Bewusstsein zu verlieren. Alles was wir glaubten zu sehen oder zu erkennen verschwindet genauso wie die scheinbare Zeit, so als würde absolut nichts mehr existieren.

Dann, fast im gleichen Moment hören wir von sehr weit her eine Stimme rufen. Wie durch einen Nebel dringt diese an unser Ohr, wird deutlicher und auch lauter. Es mag eine gewisse Zeit dauern, bis wir heraushören können was jene Stimme zu uns ruft. Es ist eine Ansage die sich gerade zu wiederholen scheint.

Sehr verstört lauschen wir den Worten und glauben unseren Ohren nicht zu trauen.

„Sehr verehrte Damen und Herrn, hier spricht ihr Flugkapitän. Wir sind soeben an unserem Zielort sicher gelandet. Ich hoffe sie hatten einen angenehmen Flug und hoffe sie bald wieder als unsere Fluggäste begrüßen zu können. Bitte warten sie noch bis das Flugzeug zum Stillstand gekommen ist um dann erst ihre Gurte zu lösen. Wir, die ganze Besatzung wünschen ihnen noch einen angenehmen Aufenthalt, auf Wiedersehen“.

 Kennen Sie das Gefühl, wenn man nach einer Operation wieder erwacht? Man kann sich gerade noch an die Narkosespritze und das Zählen zum Einschlafen erinnern um dann wieder als nächstes aufgeweckt zu werden. Die Zeit dazwischen scheint ausgelöscht.

Was aber ist in dieser Zeit geschehen? Ich beziehe mich bei dieser Frage auf unseren Flug.

Noch während wir den Gurt lösen, unsere Sachen aus der oberen Gepäckablage nehmen und das Flugzeug verlassen, beschäftigt uns die Frage, wie man doch so realistisch träumen kann. Zudem scheint nicht einmal unser Sitznachbar unseren Schlaf, der durch den Traum doch sehr unruhig verlaufen sein muss, bemerkt zu haben. Immer und immer wieder stellen wir uns die Frage, war es wirklich nur ein Traum oder war jenes Erlebnis von einer ganz anderen Natur gewesen. Was ist in dieser Zeit geschehen? Werden wir es wohl jemals erfahren, oder bleibt es ein Geheimnis für alle Zeit, dass wir nach einer gewissen Weile dann doch wieder vergessen?

In unserem tiefsten Inneren wissen wir aber, dass wir mit einer Erfahrung konfrontiert worden sind, die zu den paranormalen Phänomenen zählt. Wir haben erfahren was wir wollten. Wir haben die Antworten auf unsere Fragen bekommen. Wir haben unsere Expedition beendet. Jetzt müssen wir nur noch die Ergebnisse dieser Expedition auswerten und alles wird sich uns offenbaren.

 

Fragen und Beispiele zur Auswertung

      Wie ich bereits erwähnt habe, ist jedes Individuum auf dieser Welt einzigartig. Das betrifft auch seine Aufgabe die er zu erfüllen hat. So kann man nicht pauschal eine Bewertung treffen. Ein jeder trägt die Antworten in sich, sehr tief verborgen. Diese Expedition diente dazu jene Antworten und somit sich selbst, seine Bestimmung und damit auch seinen Stellenwert in diesem Leben zu finden. Was das Finden anbelangt, so kann ich nur versuchen, Sie auf den richtigen Weg, oder noch besser gesagt, in die richtige Richtung des Weges zu bringen. Gehen müssen Sie diesen Weg jedoch allein.

        Obwohl die vorhergehende Geschichte nur als Beispiel zur Verdeutlichung gedacht war, sollte diese doch als Denkanstoß dienen. Sozusagen als Orientierungspunkt zu den folgenden Fragen und Gleichnissen. Denn nur über diese ist eine Lösung dieses Geheimnisses möglich.

         Kommen wir nun zu den Beispielen, Fragen zur Anregung sowie den Gleichnissen.

Immer wieder stellen wir uns die Frage wo die Gerechtigkeit im Leben bleibt. Dabei meinen wir aber eine Art höhere Gerechtigkeit im Sinne des Glaubens den wir vertreten. Dabei betrachten wir die Geschehnisse stets aus unserem Blickwinkel. Zuerst einmal wäre hier zu klären, was wir unter Gerechtigkeit verstehen. Dabei meine ich jene Gerechtigkeit die jedem gerecht wird. Als zweites sollten wir uns mit dem Gedanken auseinandersetzen, was ist eigentlich das Leben, was sollen wir uns unter diesem Begriff vorstellen.

Nun, das Leben lässt sich nicht im Einzelnen festmachen. Das Leben ist eine Kraft die allgegenwärtig ist und nicht, obwohl es den Anschein hat, ist sie eine Kraft welche sich nicht auf Splitten lässt. Das Leben, jene Kraft ist zwar vielfältig, besteht aber in einer Symbiose ohne diese die Lebenskraft in ihrer Gesamtheit nicht möglich wäre. Das Leben erscheint uns in dieser Hinsicht so grausam, da das einzelne Individuum, obwohl es in der Gesamtheit seine Bedeutung findet, als einzelnes in keiner Weise von Bedeutung ist. Das sagt uns, dass es im Sinne des Lebens keine Einzelschicksale gibt.

Stellen wir uns das Ganze als ein Beispiel vor. Wir stehen vor einem Ozean. Dabei sind wir uns durchaus im klaren, dass dieser Ozean für das Leben auf unser Erde und somit auch für uns und alle weiteren Kreaturen und Lebensformen von unbedingter Wichtigkeit ist. So verhält es sich mit allen Ozeanen und Meeren unserer Erde.

Ein einzelner Wassertropfen hingegen ist, von unserer Seite her betrachtet, ohne jede Bedeutung. Es scheint vollkommen gleich was mit diesem einen Wassertropfen geschieht oder was aus ihm wird. So betrachtet könnte der Wassertropfen von sich selbst behaupten, dass er völlig nutzlos ist. Würde aber jeder Wassertropfen diese Meinung vertreten und sich in Nichts auflösen, gäbe es weder Meere oder Ozeane, da diese erst gemeinsam die notwendige Wassermenge liefern.

Zwar ändern diese Wassertropfen in der gesamten Symbiose ihre Form und Beschaffenheit, kehren am Ende aber stets zu ihrem Ursprung zurück. Das bedeutet, durch Wärme und Sonneneinstrahlung verändern sie ihre Daseinsform indem Sie verdunsten. Dabei gehen ihre ursprünglichen Beschaffenheit aber nicht verloren, sie verändern nur ihre Daseinsform. Es entsteht Wasserdampf. Dieser steigt auf und kühlt in den höheren Luftschichten ab. Es entstehen Wolken, welche sich wiederum in Wassertropfen verwandeln und irgendwo als Regen zur Erde herabfallen. Die einen davon landen gleich im Meer, die anderen fallen auf den Boden und sickern dort ein. Dabei wird ein oftmals langer Kreislauf hervorgerufen und für die Wassertropfen beginnt eine lange Reise. Am Ende jedoch kehren sie wieder zurück ins Meer oder den Ozeanen. Dabei ist ein solch ausgewogenes Gleichgewicht gewährleistet, dass der Wasserspiegel in der gesamten Zeit weder sichtbar steigt oder fällt. Der einzelne Wassertropfen mag somit in seiner jetzigen Form und Daseinsart ohne genauere Bedeutung sein. Erst durch seine Wandlung welche er stets durchläuft und dies in Verbindung mit all den anderen, im Einzelnen bedeutungslos bestehenden Wassertropfen, ist diese Materie unverzichtbar. Mag auch ein einzelner Wassertropfen für uns unbemerkt und ohne Bedeutung sein, so geht er, auch wenn er sich in seiner Darstellung ändert, nicht und niemals verloren.

       Kommen wir zu einem weiteren Beispiel aus unserer Größenordnung, welches wir jedes Jahr aufs Neue erleben und was sich direkt vor unseren Augen, deutlich sichtbar abspielt, ohne dass wir von dem Hintergrund und dessen Aussage Kenntnis nehmen.

Es handelt sich um den Baum, den wir jedes Jahr im Sommer in seiner vollen Blätterpracht bewundern. Wir machen uns keine Sorgen oder Gedanken wenn einmal ein Blatt von dem Baum fällt. Dies ist auch völlig richtig in der allgemeinen Betrachtungsweise. Der Baum kann ohne weiteres den Verlust eines Blattes, ja sogar mehrerer Blätter, vertragen. Das einzelne Blatt ist für den Baum und seine Lebensart oder –form völlig unbedeutend. Es dient zwar der Photosynthese, aber mit einem einzelnen Blatt wäre dem Baum nicht geholfen. Auch hier besteht der gleiche Kreislauf. Schauen wir uns zur Verdeutlichung, diesen Kreislauf einmal an. Der Baum hat im Sommer eine sehr große Anzahl an Blättern. Bedingt durch einen Prozess den wir Photosynthese nennen kann der Baum durch den Vorgang in seinen Blättern die für ihn wichtigen Nährstoffe aus dem Boden lösen und in seinem Inneren transportieren. Im Winter jedoch, wenn der Boden mit seinen Nährstoffen gefriert und der Baum diese Stoffe daher nicht mehr aus dem Boden lösen kann, benötigt er auch seine Blätter nicht mehr. Er zieht seine, in den Blättern gespeicherten Nährstoffe und Mineralien aus diesen ab und speichert diese Stoffe im Inneren seines Stammes. Die bewirkt im Übrigen, dass sich die Blätter im Herbst so wunderschön verfärben. Sind alle brauchbaren Nährstoffe abgezogen und umgelagert, so bleiben am Ende nur noch die uns allen bekannten braunen Blätter zurück.

Da der Boden aber im Sommer seine Nährstoffe an die vielen Bäume abgegeben hat, fehlen ihm diese jetzt. Aber auch hier gleicht die Symbiose diesen Zustand wieder aus. Die verbrauchten und braun gewordenen Blätter fallen vom Baum auf den Boden, wo sie verrotten und mit diesem Prozess wieder neuen Boden und somit neue Nähstoffe für den Baum bilden. Aus diesem Kreislauf der Energien sowie deren Verwandlung entstehen im nächsten Frühjahr neue Blätter und der Kreislauf beginnt von vorn.

Ein einzelnes Blatt ist, im Gesamten betrachtet, ebenso nutzlos wie ein einzelner Wassertropfen. Nur wenn wir alles in seiner Gesamtheit betrachten ist es unverzichtbar.

 Mag uns dies auch verständlich erscheinen, so würden wir doch bei uns selbst, beim Menschen oder andere Lebewesen unserer Größenordnung, einen Unterschied machen. Unser eigenes Schicksal oder das einer geliebten Person erscheint uns doch von sehr großer Bedeutung. Aus diesem Grund kommt auch die Angst vor dem „Tod“. Im Tod sehen wir etwas Endgültiges. Dies wiederum lässt uns das Leben so viele Einzelschicksale grausam erscheinen. Diese Betrachtungsweise ist aber ebenso notwendig wie auch von unverzichtbarer Bedeutung.

Würde diese Einstellung, die im Fall bei jeder Kreatur herrscht, nicht vorhanden sein, so würden wir die unterbewusste Bedeutung und Zweckerfüllung unseres Lebens nicht ernst nehmen können. Wenn dies aber bei jeder Kreatur oder auch nur einem Überwiegenden Großteil der Fall wäre, so würden wir nicht den Zweck unseres Daseins in jener großen Symbiose des Universums erfüllen können. Somit wäre das Universum zum Untergang verurteilt.

Die Angst vor dem Tod und somit die Achtung vor dem Leben, garantiert somit den Bestand des Universums. Dabei spielt es keine Rolle welcher Natur die Kreatur ist. Im Einzelnen ist es ohne Bedeutung, erst durch seine Vielfalt wird es unverzichtbar. Die Vielfalt kann aber erst durch die Vielfältigkeit des Einzelnen entstehen. Somit ist alles von einer gewissen Bedeutung und daher mit Emotionen versehen.

Ist das Leben in seinem Prinzip nicht recht einfach?

      Dieser Werdegang oder nennen wir es diese Gesetzmäßigkeit wiederholt sich nach dem gleichen Prinzip im Großen wie im Kleinen. Somit liegt die Erklärung der Wahrheit stets vor unseren Füssen und wir haben sie immer vor Augen, ohne das uns dieses bewusst ist oder wird.

Ich habe Ihnen hier nur zum Anfang zwei kleine Denkanstöße gegeben. Wie ich bereits erwähnte, kann ich Ihnen nur den Weg zur Erkenntnis weisen, begehen müssen Sie diesen jedoch ganz für sich allein.

Wenn Sie über diese kleinen Beispiele Gedanken machen sollten, dann sollten Sie auch den bereits erwähnten Denkprozess mit einbinden indem es darum geht, in wie weit sich Ihr Leben, Ihre jetzige Daseinsform mit der Symbiose alles anderen verknüpft.

Allein die Erkenntnis, dass wir aus der gleichen Materie, aus demselben Stoff bestehen wie das ganze Universum mit all seinen Galaxien bis hin in die bislang unergründlichen Weiten. So betrachtet ist alles und ein jeder von uns ein Stück Sternenstaub.

 

Gedanken zum Abschluss

      Erinnern wir uns noch einmal an das Beispiel mit dem „geträumten Flugzeugabsturz“. Es ist eine Tatsache, dass die Erkenntnis, jenes Begreifen der Dinge einer solchen „Expedition“ erst einige Zeit später an den Tag treten. Was ich damit sagen möchte ist, dass Sie nicht aufgeben und die Suche nach der Wahrheit um das eigene Ich nicht hinwerfen.

War alles nur ein Traum oder war es der Anfang, der Anstoß zur Erkenntnis. Handelt es sich hierbei um eine unterbewusste Wahrnehmung unser Wunschgedanken oder entsprechen die Erlebnisse eines tatsächlichen Erlebnisses auf einer höheren oder einfach anderen Ebene? Waren wir wirklich in einem Zustand eines erweiterten Bewusstseins?

Ich denke, solange wir diese Frage nicht mit einem eindeutigen „Nein“ beantworten können, sollten wir zumindest die Möglichkeit einer bewusstseinserweiterten Erfahrung auf dem Weg zur Erkenntnis nicht einfach ausschließen.

   

Georg Goetiaris

 

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Über das gesamte Werk.

Über einen Tag einer solchen außergewöhnlichen Expedition zur Quelle der Selbsterkenntnis.

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